Was ist das KMMS?

Card Assist hat ein vom Produkt unabhängiges Konnektor-Monitoring und Managementsystem entwickelt, das die produktspezifischen Konnektor-Managementsysteme ersetzt und für das Monitoring und Management von vielen Konnektoren verschiedener Hersteller ausgelegt ist.
Neben dem Konnektormonitoring unterstützt das KMMS bei der Erstellung und Darstellung des konnektorübergreifenden Infomodells.

Welche Ziele wurden bei der Implementierung des KMMS verfolgt?

Mit der Entwicklung des KMMS wurde das Ziel realisiert, ein System in der Hand zu haben, das gleichzeitig Konnektoren verschiedener Hersteller unterstützt und beaufsichtigt. Daher wurde bei der Entwicklung darauf geachtet, dass der Nachrichtenaustausch zur Informationsbeschaffung der Zustände der konfigurierten Konnektoren, Kartenterminals und Karten sich streng an die Vorgaben der Konnektorspezifikation der gematik hält. Es werden keine Personen- und medizinischen Daten erhoben. Um auch die alltäglichen Konfigurationsaufgaben zu bewältigen, bedient sich das KMMS bei den herstellerspezifischen API-Funktionen.

Die folgenden weitere Ziele wurden bei der Entwicklung verfolgt:
  1. Konnektorübergreifende Darstellung der Umsetzung der Informationsmodelle: Die Einrichtung und die Administrationen von Konnektoren, die mit mehreren Arbeitsplätzen (Kontexten) konfiguriert sind, kann bei einer größeren Anzahl sehr komplex werden. Mit dem KMMS hat man ein Werkzeug an der Hand, das den Überblick über die Arbeitsplätze und deren Komponentenzustände gewährt.
  2. Komponentenübergreifendes Monitoring: Das KMMS hilft bei der proaktiven Überwachung von einer Vielzahl von beteiligten Komponenten.
  3. Reporting von Zuständen: Alle Zustände der einzelnen Konnektoren, Kartenterminals und Karten werden regelmäßig abgefragt und historisiert. Zusätzlich können Informationen zu Konnektoren und Kartenterminals gespeichert werden, die die angeschlossenen Konnektoren nicht liefern.
  4. Konfigurationsanpassungen während des Betriebs: Dieses Ziel wurde umgesetzt, um die alltäglichen Aufgaben, die z. B. aufgrund von Arbeitsplatzumzügen und neuen Anforderungen, aber auch bei Ausfällen von einzelnen TI-Komponenten anfallen, mit wenigen Schritten umzusetzen zu können, um das Support-Personal zu entlasten und Fehler zu vermeiden.

Wie und wo kann das KMMS eingesetzt werden?

Einige Einsatzmöglichkeiten des KMMS seien hier aufgezählt:
  • Prüfen der Umsetzung des konnektorübergreifenden Informationsmodells: Das KMMS hilft bei Einrichten und der Administration des Informationsmodells durch eine klare Darstellung in Baum- und Tabellenform.
  • Übergreifende und proaktive Überwachung aller angeschlossenen Komponenten: Die Überwachungsfunktionen sind frei definierbar und können alle Komponenten erfassen. Zusätzlich können externe Überwachungstools über die im KMMS zur Verfügung stehende Web-API Ereigniszustände abfragen.
  • UHD-Werkzeug: Das KMMS liefert umfassende UHD-Werkzeuge zur Fehlersuche und zentralen Erfassen von Informationen. Darunter fallen auch Informationen, die die Konnektoren nicht zur Verfügung stellen, wie z.B. Arbeitsplatzkontakt oder weitere Kartenterminalinformationen.

Wann findet das KMMS seinen Einsatz und für welche Zielgruppe ist es ausgelegt?

Das KMMS ist ausgelegt für Administratoren und DVOs von zentral oder dezentral geführten Konnektoren in Krankenhäusern, MVZs oder größeren Arztpraxen für das Management von mehr als einem Konnektor.
Das KMMS kann zentral im Rechenzentrum mit direkter Anbindung an die Konnektoren (Port 80/443) oder dezentral im UHD-Bereich installiert werden.

Welche Zustandsgrößen werden vom KMMS überprüft?

Das Monitoring des KMMS prüft regelmäßig die Zuständsgrößen der angeschlossenen TI-Komponenten. Die Zustandsgrößen werden in den einzelnen Monitoren (Konnektor, Kartenterminal und Karten) farblich in Ampelfarben angezeigt und vom Ereignis-Monitoring gemeldet. In der folgenden Liste sind einige Zustandsgrößen, die vom KMMS ausgewertet werden, angegeben:
  • LAN-Status: Gibt die Erreichbarkeit eines Konnektors an.
  • TI-Status, SIS-Status: Gibt den Verbindungsstatus eines Konnektors zur Telematikinfrastruktur und zum sicheren Internet an.
  • OP-Status: Meldung der größten Severity in den Operation-Status-Meldungen des Konnektors.
  • Neustart-Status: Gibt an, ob ein Konnektor nach einem Neustart verlangt (z.B. nach Konfigrationanpassungen).
  • Verbindungsstatus: Gibt an, ob ein Kartenterminal mit einen Konnektor aktiv verbunden ist.
  • Verfügbarkeit: Gibt die Verfügbarkeit eines Kartenterminals über einen definerbaren Zeitraum in Prozenten an. Dafür wird die Verbindungshistorie eines jeden kartenterminals ausgewertet.
  • eGK-/HBA-Steckungen: Gibt die Anzahl der Kartensteckungen über einen definierbaren Zeitraum an, um die Nutzung eines Kartenterminals auswerten zu können.
  • PIN-Status: Gibt den Sicherheitszustand z.B. von SMC-Bs an.
  • Zertifikatsablauf: Meldet, wenn eine Karte kurz vor dem Ablauf steht bzw. schon abgelaufen ist.

Wie kann ich weitere Informationen erhalten, wenn ich mich für eine KMMS-Installation interessiere?

Sie haben die Möglickeit, die lesenden Funktionen auszuprobieren, um für Sich selbst zu entscheiden. Dazu erhalten Sie einen Account-Zugang zu einer Testumgebung für 28 Tage. Den entsprechenden Kontakt finden Sie hier oder Klicken oben auf "Kontakt". Wir beraten und unterstützen Sie gerne weiter.

Welche Voraussetzungen sind für eine KMMS-Installation notwendig?

Das KMMS kann auf Windows 10 oder Windows Server installiert werden und läuft als Browser-Anwendung. Alle gängigen Browser werden unterstützt. Die Installation übernimmt Card Assist.
Das KMMS kommuniziert über die von der gematik spezifizierten SOAP-Schnittstellen mit den Konnektoren und braucht daher eine direkte Anbindung. Innerhalb eines sicheren Rechenzentrums ist keine Absicherung der Kommunikation notwendig. Allgemein empfiehlt Card Assist die Einstellung TLS mit Client-Authentifizioerung "Zertifikat" in den Konnektoren. Diese Einstellung ist für eine dezentrale Kommunikation zwischen KMMS und den Konnektoren unbedingt zu empfehlen.
Das KMMS unterstützt alle Kommunikationseinstellungen außer "Basic Authentication".
Zur Konfiguration des KMMS werden die Infomodelle (Arbeitsplatz-Kontexte, IP-Adresse) der einzelnen Konnektoren gebraucht, die über Listen in das KMMS importiert oder alternativ über die herstellerspezifischen API-Funktionen abgefragt werden können.

Wieviele Konnektoren kann das KMMS gleichzeitig verwalten?

Das KMMS hat bisher erfolgreiche Einsätze bei der Verwaltung von über 50 Konnektoren und bis zu 1000 Kontexten (=Arbeitsplätze). Grundsätzlich ist die Grenze der Anzahl von Konnektoren, Kontexte und Kartenterminals nach oben hin offen.


Welche Konnektorenprodukte werden unterstützt?

Da nur von der gematik spezifizierte Nachrichten zwischen KMMS und Konnektor ausgetauscht werden, werden alle von der gematik zugelassene Konnektoren im Markt unterstützt (KoCo Connector, Rice, secunet). Konnektoren unterschiedlicher Hersteller können synchron in einer Installation verwaltet werden.

Stehen im KMMS auch herstellerspezifische Funktionen zur Verfügung?

Für den Abgleich der konfigurierten Kontexte zwischen Konnektor und KMMS stehen ebenfalls herstellerspezifische Funktionen bereit. Die herstellerspezifischen Funktionen ermöglichen es, die administrativen Funktionen der einzelnen Konnektoren konnektorübergreifend über die KMMS-Konsole auszuführen.
Aktuell stehen diese Funktionen für den Secunet-Konnektor und die KoCoBox zur Verfügung. Das KMMS wird aber ständig angepasst, so dass zukünftig auch Konnektoren anderer Hersteller unterstützt werden.

Welches Lizenzmodell bietet Card Assist an?

Das KMMS wird mit der Anzahl der zu administrierten Konnektoren und der Benutzeranzahl über ein Zeitkontingent lizensiert.

Ist das KMMS mandantenfähig?

Das KMMS ist mandantenfähig. Die in den Konnektoren definierten Mandanten können über die Benutzerverwaltung einem Benutzer zugeordnet werden, so dass dieser nur diese Mandanten "sieht" und verwalten kann.